Podologie

Leider sind die Füsse trotz oder vielleicht gerade wegen ihrer Wichtigkeit auch anfällig für schmerzhafte oder krankhafte Veränderungen. Erinnern Sie sich an schmerzende Füsse, weil ein Hühnerauge jeden Schritt zur Qual macht oder weil die aufgerissene Haut an den Fersen brennt (Rhagaden)? Kennen Sie die Situation, dass ein eingewachsener oder entzündeter Zehennagel das Gehen zur Tortur macht?

Die Podologin ist die Fachperson, die Ihnen bei all diesen und weiteren Problemen helfen kann. Sie behandelt Ihre Füsse mit professionellen Techniken und nach neuesten medizinischen Methoden. Nur die ausgebildete Podologin darf nach einer obligatorischen und eingehenden Anamnese in diesen Gebieten tätig sein.

Die Schweizerische Gesundheitsverordnung definiert, welche Behandlungen Ihre Podologin durchführen darf.

Auszug aus der Verordnung über die beruflichen Tätigkeiten im Gesundheitswesen (Gesundheitsverordnung, GesV)

Art. 43 Tätigkeit:
1 Podologinnen und Podologen sind insbesondere berechtigt, Fussbehandlungen gem. Absatz 2 vorzunehmen an Personen

a) die an für die Fussbehandlung relevanten Grundkrankheiten leiden,
b) mit akralen arteriellen oder venösen Durchblutungsstörungen,
c) mit Sensibilitätsstörungen.

 

2 Als podologische Fussbehandlung gelten insbesondere:

a) die manuelle oder maschinelle unblutige Entfernung von Hühneraugen oder Hornhautan den Füssen
b) die mechanische Behandlung von eingewachsenen Nägeln und krankhaften Nagelveränderungen,
c) die Nagelprothetik und Spangentechnik,
d) das Anbringen von Entlastungsorthesen und – verbänden,
e) das Anwenden und Abgeben von Fussbandagen, -einlagen, - stützen und Kompressionsstrümpfen sowie Wundberbänden
f) die klassische Fuss- und Unterschenkelmassage.

 

Art. 44 Bewilligungsvoraussetzungen:
Die Erteilung einer Berufsausübungsbewilligung setzt voraus, dass die Gesuchstellerin und Gesuchssteller über eine vom KAZA anerkannte Ausbildung verfügt. Vorausgesetzt wird in der Regel eine mind. dreijährige Fachausbildung, die hinreichende Kenntnisse in den folgenden Gebieten vermittelt

a) Grundwissen in Anatomie, Physiologie, Pathologie, Hygiene, System und Gesetzgebung des Gesundheitswesens

b) Spezielles Wissen über
1. Anatomie und Physiologie von Fuss und Bein
2. pathologische Zustände und Gebilde der Haut und Nägel
3. Deformationen des Fussskeletts und deren Behandlung
4. Asepsis, Antisepsis, Sterilisation, Wundinfektion, Desinfektion, Medikamente, Fusspflege
5. Kenntnis und Handhabung der zur Ausübung der Fusspflege notwendigen gebräuchlichen Mittel, Instrumente, Apparate und Einrichtungen.

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